21.190

Gruppe 764: Das gesamte Neonazi-Terrornetzwerk hinter der Grooming-Gruppe

von  | Analyse | 24. Juli 2025 |  72 min

Maniac Murder Cult (MKY/MKU) – Ideologie und Herkunft

Die Maniac Murder Cult (auch Maniacs Murder Cult, Maniacs: Cult of Killing, abgekürzt MKY/MKU) ist eine internationale, neonazistisch ausgerichtete Terrorgruppe mit Beschleunigungsideologie. Sie propagiert Gewalt gegen „unerwünschte“ Gruppen (z.B. Migranten, Juden, Homosexuelle) und strebt die Zerstörung der bestehenden Ordnung an.

Gründer ist offenbar der ukrainische Neo-Nazi Egor „Maniac“ Krasnov aus Dnipro, der seit 2017/18 unter falschem Namen (Egor Yakovlev) agiert. MKY entstanden um 2018 in Dnipro und breiteten sich später nach Russland und Europa aus.

Zentrale Propagandamittel ist das „Hater’s Handbook”, in dem Schul- und Anschlagspläne beschrieben werden.

Nach Einschätzung der US-Behörden verfolgt die Gruppe das Ziel, „die gesellschaftliche Ordnung […] durch Terrorismus und Gewalttaten zu stören“ und damit Angst und Chaos zu verbreiten.

Elemente von Nationalsozialismus, Rassenhass und satanistischem Okkultismus (Order of Nine Angles) sind kombiniert, meist mit Betonung auf Gewalt und Mystik.

Verbindungen zu anderen extremistischen Gruppen

MKY operiert als Teil eines größeren Beschleuniger-Netzwerks. Es ist eng verbunden mit dem internationalen Neonazi-/Pädophilen-Netzwerk „The Com“ (764).

In MKY-Chats fanden sich direkte Kontakte zu Mitgliedern von 764 (z.B. Codenamen „Xor“ und „Kush“). Auch „No Lives Matter“ (NLM) und weitere ONA-/NSO9A-Gruppen (Atomwaffen-Ableger) gelten als im selben Milieu agierend.

Der ehemalige Leiter der Neonazi-Feuerkrieg Division (FKD) Nicholas Welker stand laut Gerichtsdokumenten seit Juli 2022 mit MKY-Chef Chkhikvishvili in Kontakt.

Zudem fand die US-Ermittler, dass MKY eine Allianz mit der Atomwaffen-Abspaltung NSO9A (National Socialist Order of Nine Angles) eingegangen ist. Die Ideologie von MKY ähnelt jener der Atomwaffen Division und anderer Beschleuniger-Gruppen: man will Gesellschaft durch Terrorakte destabilisieren. Auch staatliche Stellen berichten, dass MKY weltweit Anhänger hat (u.a. in USA, Europa).

Telegram- und Social-Media-Aktivitäten

MKY agiert vorrangig online über geschlossene Kanäle. Auf Plattformen wie Telegram und VKontakte verbreiten die Mitglieder Propagandavideos brutaler Übergriffe (z.B. Prügelattacken auf Obdachlose, Migranten). In diesen Kanälen werden Gewaltverherrlichung und „How-to“-Anleitungen publiziert: Vom Bombenbau bis zum Einsatz von Rizin-Giften reicht das Spektrum.

Mitgliedschaftsvoraussetzung ist laut Quellen, einen solchen Angriff auszuführen und zu filmen. Auch das ominöse Manifest „Hater’s Handbook“ wurde über Social-Media-Kanäle geteilt.

Soziale Medien dienen in der Szene sowohl zur Rekrutierung als auch zur Koordinierung von Aktionen. Die Gruppe selbst inszeniert Gewalt als „Opfergabe“ für ihre rassistische Ideologie.

Konkrete Mitglieder, Anschläge und Ermittlungen

An erster Stelle steht Michail Chkhikvishvili (21), alias “Commander Butcher” oder “Mishka”. Er gilt laut FBI/DOJ als Führer des MKY. Nach US-Anklage plante Chkhikvishvili u.a., sich als Weihnachtsmann zu verkleiden und vergiftete Süßigkeiten an jüdische Kinder in Brooklyn auszuteilen.

Dafür wurde er im Juli 2024 in Moldau festgenommen und im Frühjahr 2025 in die USA ausgeliefert und vor Gericht gestellt.

Die Anklage wirft ihm Verschwörung zu Hassverbrechen und Massenmord vor. Er selbst prahlte in Chats, er habe bereits Morde begangen und wolle weitere verüben.

MKY wird mit mehreren realen Gewalttaten in Verbindung gebracht: Beispielsweise bekannte sich ein Attentäter in Nashville (Antioch High School, Jan. 2025) vor seinem Amoklauf zu MKY und nannte dessen Gründer Krasnov beim Namen.

Die Anklage wirft ihm Verschwörung zu Hassverbrechen und Massenmord vor. Er selbst prahlte in Chats, er habe bereits Morde begangen und wolle weitere verüben.

MKY wird mit mehreren realen Gewalttaten in Verbindung gebracht: Beispielsweise bekannte sich ein Attentäter in Nashville (Antioch High School, Jan. 2025) vor seinem Amoklauf zu MKY und nannte dessen Gründer Krasnov beim Namen.

Auch ein Messerangriff im August 2024 in der Türkei sowie der Mord an einer älteren Frau in Rumänien (April 2022) sollen laut Behörden auf Befehle Chkhikvishvilis zurückgehen.

Der Gründers „Maniac“ Egor Krasnov wurde 2020 in Dnipro festgenommen; russische Ermittler gaben an, er habe mindestens 15 Menschen ermordet.

In Russland kam es 2021/22 zu Razzien gegen MKY-Unterstützer: Offenbar wurden nach Medienberichten rund 187 Tatverdächtige festgenommen, denen Terrorplanungen vorgeworfen wurden..

Die Gruppe findet auch in Deutschland und international breite Berichterstattung. In deutschen Medien (z.B. n-tv, ntv.de) wird MKY als „international extremistische Gruppe mit neonazistischer Ideologie“ beschrieben.

Dort wird hervorgehoben, dass die Anführer genau «Gewalttaten gegen Minderheiten, die jüdische Gemeinschaft und andere Gruppen» propagieren und es wird wörtlich zitiert: Ziel sei, „die gesellschaftliche Ordnung […] durch Terrorismus und Gewalttaten zu stören“

Spezialisierte Extremismusforschende und Antifaschisten analysieren MKY als Teil transnationaler Netzwerke. Das Global Network on Extremism & Technology (GNET) nennt MKY ein Beschleuniger-Netzwerk, das in Verbindung mit 764, „No Lives Matter“ und O9A-Ablegern steht.

Danke, dass du Artikel bis zum Ende liest!

Unterstütze unsere Arbeit gern, indem du den Artikel teilst oder eine Spende dalässt:

Passende Artikel dazu: