Das Fake-Klimainstitut EIKE & die AfD: Die Klimawandel-Lügen Lobby

| Bericht | 24. September 2021

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Die Klimawandel-Lügen Lobby

Gastbeitrag von Erik Klügling

Ein deutsches selbst ernanntes Klima-Institut vereint fachfremde Wissenschaftler unter sich – um gezielt den menschengemachten Klimawandel zu leugnen. Nicht nur das, es gibt auch direkte Verbindungen in den Deutschen Bundestag und Möglichkeiten, Einfluss auf die Klimapolitik zu nehmen. Was nach gutem Romanstoff für einen Polit-Thriller klingt, ist leider Realität. Denn das „Europäische Institut für Klima und Energie“ – kurz EIKE – existiert wirklich. Mit Klimawissenschaft hat das wenig zu tun, denn EIKE ist eigentlich ein Verein – mehr noch eine Lobbyorganisation – und will Zweifel über wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel streuen. Damit haben sie offensichtlich Erfolg, denn on top gibt oder gab es gute Verbindungen zu Parteien wie der CDU oder FDP. Momentan aber, so offensichtlich wie nie, nistet sich EIKE erfolgreich bei der AfD ein. Gefährdet das den deutschen Klimaschutz?

Wir klären euch auf, wer hinter EIKE steckt, welche Strategie das selbst ernannte Institut verfolgt und warum sie sich überhaupt so nennen dürfen, obwohl sie doch so offensichtlich eine Lobbyorganisation sind. Dazu gibt es auf unserem YouTube-Kanal auch ein ausführliches Gespräch mit Prof. Matthias Quent, Rechtsextremismusforscher und Soziologe. Er ist Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena und forscht u. a. auch zur „Neuen Rechten“. Aussagen aus dem Gespräch werden auch in diesem Text zitiert.

EIKE betreibt Pseudowissenschaft

„EIKE tut so, als wäre es ein europäisches Institut, aber in Wirklichkeit ist es ein eingetragener Verein mit Briefkastenadresse in Jena, […] ein Netzwerk für wissenschaftsfeindliche Positionen“, fasst Prof. Matthias Quent zusammen. Sie geben sich wissenschaftlich, verfolgen aber mit ihrer pseudowissenschaftlichen Argumentation ganz andere Ziele. Auch Prof. Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Leiter des renommierten Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, sagt in einem funk-Beitrag:

„Sie sind wissenschaftlich nicht ernst zu nehmen. […] Sie veröffentlichen nichts in diesem Bereich, machen keine eigene Forschung und setzen sich nicht kritisch mit den Themen Klimaschutz und Klimawandel auseinander.“

Der Standpunkt von EIKE: Der menschengemachte Klimawandel beruhe „auf unphysikalischen statistischen und subjektiv angepassten Computersimulationen und sei ein Betrug an der Bevölkerung.“ Echt harte These – die der seriösen Wissenschaft aber nicht lange standhält. Wie kommt so eine Pseudowissenschaft zustande?

Klimawandel leugnen since 2007

Das „Europäische Institut für Klima und Energie“ existiert seit 2007 als eingetragener Verein. EIKE zählt keine 50 Mitglieder, pflegt aber laut eigener Aussage enge Verbindung zu führenden Wissenschaftlern (was nicht näher erläutert wird). Seriosität soll außerdem der achtköpfige Fachbeirat verkörpern, denn darunter sind hauptsächlich Professoren und Doktoren. Doch die sind allesamt fachfremd, die meisten bereits im Ruhestand. Dazu gehören zum Beispiel ehemalige Ingenieure, Physiker, Materialforscher oder Radiologen. Auf der Webseite von EIKE wird im Impressum lediglich eine Geschäftsadresse in Jena angegeben. Reporter Ben Bode klopfte im März 2020 nach einer Interview-Absage mal persönlich bei EIKE an der Tür – der Glanz des „Instituts“ verlor ganz schnell an Strahlungskraft.

Trotzdem stellt das selbst ernannte Institut den menschengemachten Klimawandel infrage und bietet Menschen damit eine alternative Meinung zum „Mainstream“ an. Also der Realität. Der Clou: Alles kann sich Institut nennen, der Begriff ist nicht geschützt. Damit kann EIKE wissenschaftliche Glaubwürdigkeit vortäuschen, um seine pseudowissenschaftliche Kritik am Klimawandel seriöser erscheinen zu lassen.

„Das wissenschaftliche Vorgehen zeigt keine Offenheit, kein methodisches und evidenzbasiertes Vorgehen. EIKE gibt sich eher als Think Tank der international vernetzten Klima-Leugnerszene, um die seriöse Klimawissenschaft infrage zu stellen und zu konterkarieren“, so Quent.

Dank einer internationalen Nachfrage springt EIKE als Stellvertreter in eine Lücke und vertritt Interessen von Menschen und Organisationen, die nicht öffentlich mit ihren klimafeindlichen Bemühungen in Verbindung gebracht werden möchten. Zum Beispiel Ölkonzerne oder Autohersteller. So entpuppt sich das „wissenschaftliche Institut“ vielmehr als eine international vernetzte Lobbyorganisation der fossilen Energie-Branche und anderen anonymen Spender:innen. Wer steckt dahinter?

Die wichtigsten Köpfe der Organisation

Holger Thuß ist Präsident und Vereinsgründer von EIKE. Der 52-Jährige arbeitet als Verleger bei einem klimaskeptischen Medienverlag, war aber auch viele Jahre als CDU-Lokalpolitiker in Jena aktiv. Thuß hat keinen wissenschaftlichen Hintergrund, tritt aber öffentlich für EIKE auf und hält viele Vorträge zur angeblichen „Klimawandel-Lüge“. Ende 2019 sagte er bei einer Anti-Klimawandel-Konferenz in München, die Klimaproteste von Fridays for Future & Co. hätten „terroristische Ausmaße“ angenommen. Er ist auch international gut in der Klimaleugner-Szene vernetzt, doch dazu später mehr.

Michael Limburg ist der Vizepräsident von EIKE. Der gelernte Ingenieur gründete den Verein 2007 zusammen mit Thuß, da genoss er bereits sein sechstes Rentenjahr. Limburg gilt als einer der wichtigsten Stimmen der deutschen Klimaleugner-Szene und hält als EIKE-Sprecher Vorträge auf internationalen Konferenzen. Im Interview mit bento sagt er 2017, dass CO2 immerhin gut für Pflanzen und damit ein Segen für die Ernährungssicherheit der wachsenden Weltbevölkerung sei. Diese Aussage spiegelt viele seiner Ansichten zum Klimawandel wider.

Ein weiterer wichtiger Akteur ist der Geologe und Ex-RWE-Angestellte Sebastian Lüning. Der Buchautor hält ebenfalls viele Vorträge bei Konferenzen von EIKE sowie vom Heartland Institute, das US-amerikanische Vorbild von EIKE. Lüning produziert die Sendung „Klimaschau“ auf YouTube. Seine Rolle bei EIKE haben wir bereits in einem Beitrag über die Klimalügen der AfD beleuchtet.

Wie finanziert sich EIKE?

EIKE wirbt auf seiner Homepage für Spenden, auf der Haupt- und jeder Unterseite prangt ein Paypal-Button mit entsprechenden Bitten. Wie sich EIKE letztendlich finanziert und wie viel Geld sie zur Verfügung haben und ausgeben, verraten sie nicht. Das müssen sie auch rechtlich gesehen nicht machen. Wer allerdings zu den Financiers gehören könnte bzw. wer als Vorbild dient, zeigt eine exzellente gemeinsame Recherche von CORRECTIV und Frontal21: Im Mittelpunkt steht das mit EIKE eng vernetzte Heartland Institute aus den USA, die nachweislich für die Lobbyarbeit von der Öl- und Tabakindustrie gesponsert werden.

https://www.zdf.de/politik/frontal/undercover-bei-klimawandel-leugnern-100.html

EIKE und die internationalen Klimaleugner

Besagtes Heartland Institute aus den USA ist EIKEs wichtigstes Vorbild und gleichzeitig wichtigster Partner. EIKE-Präsident Holger Thuß wird beim Heartland Institute als „Experte“ aufgeführt. Thuß ist aber auch Gründer von CFACT Europe, der Europa-Ableger des „Comittee for a constructive tomorrow“. Dahinter steckt ebenfalls eine klimawandelskeptische Lobbyorganisation, die nachweislich auf der Spendenliste der fossilen Energie-Branche steht.

EIKE existiert auch deshalb, weil international eine hohe Nachfrage herrscht: „Es gibt Menschen, die nicht wollen, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt. Sie wollen nichts an der aktuellen Situation ändern und verteidigen ihre Privilegien notfalls mit Lügen“, sagt Quent. Dafür fließt auch mal viel Geld aus der fossilen Industrie, denn so kann der realitätsferne Lobbyismus besser verschleiert und vor der Öffentlichkeit versteckt werden. Das Leugnen oder Verharmlosen einer Tatsache wie des Klimawandels geschieht also nicht nur aus ideologischen Gründen, sondern spült auch ordentlich Geld in die Kassen.

„Die Leugnung oder Verharmlosung von gesellschaftlichen Problemlagen – etwa auch der Corona-Pandemie oder struktureller Rassismus – betrifft oft Themen, die Privilegien infrage stellen. So kann es funktional sein, dass Menschen solche radikalen Aussagen tätigen, um nichts ändern zu müssen“, erklärt Quent.

Anscheinend lässt sich daraus ein gutes Geschäft machen, denn noch besser ist es, andere Menschen heimlich zu bezahlen, um die eigenen Interessen und Ansichten kommunizieren zu lassen.

Leugnen und Zweifel säen: Die beliebte Strategie der „Neuen Rechten“

EIKEs Strategie fügt sich nahtlos in die der sogenannten „Neuen Rechten“ ein und ähnelt dem Vorgehen von Identitäre Bewegung, AfD & Co. Seriös klingende Organisationen wie EIKE haben in den vergangenen Jahrzehnten ein globales Informations-Gegenkonstrukt erschaffen. Ein alternatives Medien-, Werte- und Glaubenssystem abseits des Mainstreams, aber auch weit fernab vom seriösen wissenschaftlichen Konsens. Das Schlaraffenland für alternative Fakten ist ein künstlich aufgeblähtes internationales Netzwerk für Fake News. Die Netzwerke werden dann „so konzentriert, dass sie nach außen größer und seriöser wirken, als sie es in der Realität sind“, so Quent. Daraus entfaltet sich ein ganzes Ökosystem aus alternativen Medien und Fake News, die sich gegenseitig unterstützen, teilen, verteidigen und damit ihre vermeintliche Glaubwürdigkeit legitimieren.

EIKEs Strategie ist ein Mix aus „Aufklärung“ und Stimmenfang. Nicht nur auf zahlreichen selbst organisierten unwissenschaftlichen internationalen Klimakonferenzen verbreiten sie ihren Mumpitz. Vor allem in zahlreichen YouTube-Videos und sozialen Netzwerken präsentiert EIKE seine pseudowissenschaftlichen Ansichten, greift den Weltklimarat (IPCC) scharf an oder zeigt einen angeblich „schonungslosen Faktencheck“ zu Rezos Video Zerstörung Teil 2: Klimakatastrophe. In ihren Argumentationen beziehen sich EIKE-Sprecher wie Sebastian Lüning auf ihre eigenen Experten und Wissenschaftler, um das pseudowissenschaftliche Geschwurbel mit Seriosität zu untermauern. Ohne einen gründlichen Hintergrundcheck der Beteiligten und ohne tiefer gehendes Wissen zum Thema erscheinen die irreführenden Aussagen viel schlüssiger und glaubwürdiger, als sie es in Wirklichkeit sind.

Das Ziel: Zweifel säen

Das Hauptziel: Zweifel am faktenbasierten Konsens zum menschengemachten Klimawandel säen, die eigene Ideologie transportieren und eine Gegenmeinung zum Mainstream a.k.a. den wissenschaftlichen Konsens anbieten. Eine solide Grundlage für das beliebte populistische Argument, dass die Öffentlichkeit betrogen und manipuliert wird. Damit wollen sie vor allem ein neues, breit gefächertes Publikum erreichen, also gezielt Menschen aus der sogenannten bürgerlichen Mitte, die nicht eindeutig der Verschwörungsszene angehören, aber vielleicht Gegenargumente zu bestimmten Aspekten der Klimapolitik suchen. Das können zum Beispiel Windrad-Gegner sein oder Menschen, die sich und ihre Lebensweise von FFF-Aktivistinnen wie Greta Thunberg oder Luisa Neubauer angegriffen fühlen und deren Arbeit auf unsachlicher Ebene kritisieren – ohne sich mit den wissenschaftlichen Fakten oder eigenem klimaschädlichen Handeln auseinanderzusetzen.

EIKE baute in den vergangenen Jahren eine Gegenposition im umkämpften Feld der Klimapolitik auf und „betreibt damit eine Desinformationspolitik im Interesse der äußersten Rechten“, so Prof. Matthias Quent im Gespräch mit dem Volksverpetzer. EIKE ist Teil des Informationskrieges und Strategie der „Neuen Rechten“: Die Kommunikation der Themen und Vernetzung von Akteuren raus aus dem rechten (bis rechtsradikalem) Milieu rein in konservative und bürgerliche Sphären. Damit sollen Brücken geschlagen und radikale Ansichten stückchenweise legitimiert werden. Nicht umsonst taucht EIKE immer mal wieder bei Veranstaltungen für die AfD auf oder wirbt selbst für sie.

Die Partei lädt EIKE-Vertreter wie Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke (emeritierter Physiker für Strömungsmechanik) als vermeintliche Klima-Sachverständige zu Anhörungen und Ausschüssen in Parlamente und den Deutschen Bundestag ein, wo sie ihre pseudowissenschaftliche Anti-Klimapropaganda verbreiten können. Nicht zuletzt das Klimawahlprogramm der AfD zeigt: EIKE ist längst in der Beletage der deutschen Politik angekommen.

EIKEs Verbindungen zur deutschen Parteienlandschaft

EIKE spielt zwar in keiner aufgeklärten wissenschaftlichen Debatte eine Rolle, aber darum geht es ihnen auch nicht unbedingt. Viel wichtiger ist politischer Einfluss, der Ausbau von Netzwerken sowie die Nähe zur deutschen Parteienlandschaft. Berührungspunkte gab es schon 2010, drei Jahre nach der Gründung: EIKE und die FDP-nahe Naumann-Stiftung organisierten gemeinsame Veranstaltungen zu Klimathemen. Das ist zwar keine direkte Verbindung zur FDP, soll trotzdem nicht unerwähnt bleiben. Kuscheliger sind da schon die Verbindungen zur CDU. Einerseits war Holger Thuß noch als CDU-Lokalpolitiker in Jena aktiv, als er bereits seit drei Jahren EIKE-Präsident war.

Andererseits pflegt(e) er gute Kontakte („eine alte Freundschaft“) zu Mario Voigt, Fraktionsvorsitzender der CDU Thüringen. Voigt saß noch 2010 im Beirat der bereits erwähnten Lobbyorganisation CFACT, das hat er selbst in einem Artikel der Thüringer Allgemeine bestätigt. Ob er diese Funktion noch heute ausfüllt bzw. wann er dort ausstieg, haben wir seine Pressestelle am 22. September gefragt. Bis jetzt kam noch keine Antwort.

Noch offensichtlicher wird die gegenseitige Sympathie bei Philipp Lengsfeld, der von 2013 bis 2017 für die CDU als Abgeordneter im Bundestag saß. Er ist übrigens der Sohn von Vera Lengsfeld, die inzwischen dem Umfeld der „Neuen Rechten“ und der AfD zugeordnet wird, doch noch viel wichtiger: Er würdigte in seinem elfminütigen Grußwort im Rahmen der Internationalen Klima- und Energiekonferenz im November 2016 das „Engagement des Europäischen Instituts für Klima und Energie als Dienst an der Wissenschaft und Demokratie“, wie EIKE selbst auf seiner Seite schreibt. Die Rede gibt es auch auf dem YouTube-Kanal von EIKE.

Mehr als Kuscheln mit der AfD

Wenig überraschend und bereits mehrfach angeschnitten: Mit der AfD gibt es eine Partei, die eng und offensichtlich mit EIKE zusammenarbeitet. Und zwar so eng, man kann getrost sagen, die Klimapolitik des aktuellen AfD-Wahlprogramms ist von EIKEs pseudowissenschaftlichen Thesen durchtränkt. AfD-Mitglied und EIKE-Vize Michael Limburg tüftelte am Klimaprogramm der AfD mit und arbeitet im Büro des AfD-Bundestagsabgeordneten Karsten Hilse. Hilse ist klimapolitischer Sprecher der AfD und einer der radikalsten Klimawandel-Leugner im Bundestag. Schon 2013 saß Limburg im „Bundesfachausschuss Energie“ der frisch gegründeten AfD und verbreitete dort seine klimafeindlichen Thesen. Seitdem kämpft er sich hoch und baut den Einfluss von EIKE im Bundestag aus. Wie absurd falsch das Klimaprogramm der AfD ist, haben wir hier behandelt:

Faktencheck: So absurd falsch ist das AfD-Programm bei der Klimakrise

Klimawandel: Das heiße Reizthema der Rechten

Kann EIKE zur ernsthaften Gefahr für den deutschen und internationalen Klimaschutz werden? Den Klimawandel zu verharmlosen ist kein politischer Selbstmord mehr und kann die Karriere sogar fördern. Mit Donald Trump in den USA und Jair Bolsonaro in Brasilien waren oder sind bereits Verharmloser des Klimawandels an der Macht und bremsen Klimaschutz aktiv aus.

Einiges deutet darauf hin, dass EIKE in Zukunft noch wichtiger für die AfD und die internationale Vernetzung der „Neuen Rechten“ werden könnte. Der Klimawandel wird nach der Corona-Pandemie das neue Thema der AfD, was systematisch kritisiert, infrage gestellt, angezweifelt, verharmlost oder gar geleugnet werden kann. Den Widerstand gegen die deutschen Klimaschutzpläne hat Alexander Gauland bereits im Spätsommer 2019 – noch vor der Corona-Pandemie – als neuen Fokus angekündigt. Dafür produziert die Partei auch TV-reife Dokumentationen für den eigenen YouTube-Kanal AfD TV. Im September 2019 erschien bereits ein einstündiges Video über den Diesel. Damit will die AfD „eine Gegenöffentlichkeit zur einseitigen Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen schaffen“, so Fraktionsvize Peter Felser. Eine Aussage, die sehr vertraut klingt.

Auch wenn die AfD bereits in allen deutschen Parlamenten, dem Bundestag und Klima-Ausschüssen und Fachräten sitzt und ihre rückwärtsgewandten und pseudowissenschaftlichen Einstellungen zur Klimapolitik verbreitet – so viel Entscheidungsmacht wie Trump & Co. werden EIKE und die AfD auf lange Sicht nicht haben. Zumindest, wenn unsere Demokratie auch in Zukunft wehrhaft genug bleibt. Aber „EIKE hat Spaltungskraft und Radikalisierungspotenzial im Klimathema“, sagt Quent. Er plädiert dafür, den Verein und seine Verbindungen zur AfD kritisch im Blick zu behalten, aber dessen Einfluss nicht überzubewerten. Die „Neue Rechte“ und viele angehörige alternative Medien schaffen es immer wieder, sich größer zu machen, als sie es eigentlich sind.

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Artikelbild: pixabay.com, CC0/Screenshots

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