Netzfund: So genial entlarvte Dunja Hayali Meuthen von der AfD

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Die Chemnitz-Debatte

Seit den Ereignissen von Chemnitz ist bereits mehr als ein Monat vergangen. Zeit für eine kleine Bilanz: Aufgrund getrennter Filterblasen existieren zwei verschiedene Versionen. In der rechten Lügenwelt wird der Begriff „Hetzjagd“ als Synonym genommen, um alle rassistischen Übergriffe und Angriffe auf Journalisten zu leugnen. Dabei hat es diese definitiv gegeben:

Unglaublich, wie dreist die AfD zu Chemnitz lügt

Ironisch deshalb, weil rechte Blogger und PolitikerInnen seit Chemnitz den Begriff „Hetzjagd“ selbst völlig inflationär benutzen (Siehe hier) Die Kritik an der Instrumentalisierung des Totschlags durch einen mutmaßlichen Asylbewerber kommt in der rechten Blase nicht an, auch nicht, dass das #wirsindmehr Konzert zu Ehren des Verstorbenen stattfand und man Geld für die Verliebenden sammelte. Überhaupt wurden viele Falschmeldungen über das Konzert verbreitet:

Wieder rechte Fakes zu #wirsindmehr: Demo-Plakat gefälscht



Maaßen und die AfD

Auch die ungeheuerlichen Unterstellungen und Parteilichkeit des Verfassungsschutzpräsidenten Maaßen zeigte sich, weshalb seine Entlassung beschlossen wurde. Aber bis heute nicht vollzogen wurde, was in sich bereits ein Skandal ist. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass nächste Woche die längt überfällige Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz beschlossen werden soll, was ein offensichtlich parteilicher und eigentlich längst entlassener Präsident torpedieren könnte. Und dabei hat die AfD in einem eigenen Gutachten festgestellt, dass sie beobachtet werden sollte:

Dieses Gutachten der AfD ging nach hinten los

Einer der Gründe ist auch der Schulterschluss mit offen rechtsradikalen Gruppierungen, unter anderem den mutmaßlichen Rechtsterroristen, die eben auf den „Trauermärschen“ der AfD ebenfalls anwesend waren. Doch die Darstellungen der AfD und der anderen Rechtsextremen ist typisch: Opferhaltung. Eine Pseudo-Diskussion ob die Übergriffe auf „ausländisch aussehende Menschen“ wirklich „Hetzjagden“ waren, lenkten von dem eigentlichen Problem des immer gefährlicher werdenden Rechtsextremismus ab. So auch Meuthen in Hayalis Sendung.

Die AfD „marschierte“ in Chemnitz

Meuthen wich in der Sendung der Frage Hayalis nach einer Distanzierung der AfD von Rechtsextremisten aus. Er empörte sich stattdessen, dass Hayali sagte, dass die AfD in Chemnitz „marschiert“ sei:

Natürlich marschierte die AfD… bei ihrem „Trauermarsch“! Das war wohl ein klassisches Eigentor. Es zeigt aber auch deutlich, dass der Reflex der Rechtsextremen immer ist, die Schuld auf andere – die Presse, Merkel, Flüchtlinge – zu schieben. Symptomatisch! Das ganze Gespräch kann man hier ansehen.

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Artikelbild: Screenhot ZDF

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