Berlin-Demo: Attila Hildmann von der Polizei im Schwitzkasten abgeführt

| Bericht | 29. August 2020

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Attila Hildmann auf Corona-Demo festgenommen

Auf der Pandemie-Leugner-Demo in Berlin am Samstag wurde der extrem rechte Verschwörungsideologe Attila Hildmann von der Polizei festgenommen. Er soll zuvor versucht haben, die Absperrung an der Reichstagswiese zu überwinden, um eine nicht angemeldete Kundgebung abzuhalten. Als das nicht klappte, schloss er sich vor der russischen Botschaft einer anderen Demonstration an. Dort war es zuvor bereits zu Angriffen auf die Polizei gekommen. Eine Aufforderung der Polizei, den Ort zu verlassen, kam Attila Hildmann nicht nach.

Video: Im Schwitzkasten abgeführt

Zuvor hatte Attila Hildmann mit anderen Reichsbürgern vor dem Bundestag eine Rede gehalten (Link). Später vor der russischen Botschaft sprach er mit Megafon ebenfalls vor dem Publikum und forderte den russischen Botschafter auf, einen Friedensvertrag mit Deutschland zu unterzeichnen. Mit dem “Zwei-Plus-Vier-Vertrag” von 1990 gibt es allerdings schon seit 30 Jahren einen Friedensvertrag (Quelle). Unter “Putin! Putin!”-Rufen und nach erfolglosen Anweisungen der Polizei, die Demonstration zu verlassen, wurde er anschließend mitgenommen.

Videos zeigen, wie Attila Hildmann sogar im Schwitzkasten von der Polizei eskortiert wurde, wie der Journalist Julius Geiler dokumentierte:

Die antisemitischen Märchen, das rechtsextreme Vokabular und die verschwörungsideologischen Mythen von Attila Hildmann sind gut belegt und widerlegt. Auch der Staatsschutz ermittelt bereits gegen den ehemaligen veganen Kochbuchautor, der sich selbst als “ultrarechts” bezeichnet und die in Teilen bereits vom Verfassungsschutz beobachtete AfD als für ihn nicht “deutsch national” genug betrachtet (mehr dazu).

Zum Thema:

Nach ausgesetztem Kopfgeld: Attila Hildmann von HoGeSatzbau blamiert

Änderungshinweis: In einer früheren Fassung stand im Titelbild, Attila Hildmann wäre “verhaftet” worden. Das ist natürlich falsch, es handelte sich um eine Festnahme. Artikelbild: Kay Nietfeld/dpa

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