16.300

50 Reden analysiert: So viel Hitler steckt in Faschist Höcke

von | Jun 6, 2023 | Analyse

Die Hammer- und Amboss Reden: Bezug auf Hitler und Goebbels

Der Neonazi Köckert greift die Rede von Björn Höcke auf dem Kyffhäusertreffen 2018 auf, die nicht einmal ein Vierteljahr zuvor in Burgscheidungen gehalten wurde. (Transkredidiert weiter unten)

Die Hammer-und-Amboss-Rede des Björn Höcke auf dem Kyffhäusertreffen am 23.Juni 2018 in Burgscheidungen

Das zeigt sehr deutlich, welchen Einfluss Höcke auf Neonazis und Rechtsextreme in diesem Land hat. Seine Dresdner Rede vom 17. Januar 2017 war eine Sammlungsrede.

Am 1. September 2018 versammelte er dann hinter sich, für alle öffentlich zu sehen, Pegida, Identitäre Bewegung, Neonazis, Rechtsextreme, Hooligans neben harmlos wirkenden Bürgerinnen und Bürger.

Björn Höcke scheint sich als „Wolf” zu sehen. Vielleicht wählte er deshalb den Namen „Landolf” (übersetzt „Heimatwolf”) als Pseudonym.

Björn Höcke steht in dem Verdacht, unter dem Pseudonym „Landolf Ladig” für NPD-Postillen neonazistische Texte geschrieben zu haben, als er noch verbeamteter Lehrer war. Auf dem Kyffhäusertreffen 2018 in Burgscheidungen sagte er sinngemäß „Die Zeit des Wolfes ist gekommen”. Wörtlich hieß es, „die Schafszeit sei ein für alle Mal vorbei”. Höcke nutzt sehr oft das rhetorische Stilmittel der Umkehrschlüsse.

Er verquickt die Hammer-und-Amboss-Rede (wie er sagt von Bernhard von Bülow, aber Adolf Hitler hat ebenfalls mehrere Hammer-und-Amboss-Reden gehalten) mit dem Wolf-Schaf-Vergleich von Joseph Goebbels:

„Heute, liebe Freunde, lautet die Frage nicht mehr
Hammer oder Amboss,
heute lautet die Frage
Schaf oder Wolf.
Und ich, nein wir entscheiden in dieser Lage: Wolf zu sein.“

(Björn Höcke / Kyffhäuserrede)

Wolf-vergleich

“Mit dem Wolf-Schaf-Vergleich spielt Höcke als Geschichtslehrer nicht zufällig. Das ist eine Botschaft. „Die Zeit des Wolfes ist gekommen“. Seine Zeit. Wölfe jagen. Sie kommen aus dem Hinterhalt. Und Köckert will „zerfetzen”.

In seiner Rede auf dem Kyffhäusertreffen 2018 hebt er die jahrhundertelange und nun bedrohte deutsche Kultur heraus, die es „am besten als Vater und Mutter“ weiterzugeben und mutig zu verteidigen gilt.

„Denn ich bin überzeugt, liebe Freunde, dass die nächste Dekade, also das jetzt angebrochene Jahrzehnt, insofern das entscheidende ist, als ihr Verlauf besiegeln wird, ob es eine Zukunft geben wird, die wir als deutsch und als europäisch bezeichnen können oder eben nicht. Denn es ist nicht auszuschließen – und uns allen, die wir heute auf Schloss Burgscheidungen versammelt sind, die wir Kenntnis haben von der Fragilität dieser Zeit und unserer Lage – es ist nicht auszuschließen, dass in 50 Jahren fremde Völkerschaften durch unsere verlassenen Bibliotheken, Konzertsäle, Universitäten und Parlamentsgebäude streifen werden und sich die Frage stellen könnten, wie es möglich war, dass eine so hochstehende Kultur sich einfach aus ihnen hat hinwegfegen lassen.

Ja, Kombination aus weltdemografischer Lage, aus sich immer weiter und immer schneller entwickelnder Kommunikationstechnologie, Mobilität und vor allen Dingen, wie ich das immer wieder betone, Unzeitgleichheit der menschlichen Entwicklung machen es tatsächlich möglich, dass wir schon in Kürze einen Kultur- und Zivilisationsbruch erleben werden, wie wir ihn wahrscheinlich und unsere Vorfahren in ihrer Geschichte niemals erlebt haben.

Liebe Freunde: Das! Wollen! Wir! Nicht! Wir wollen eine Zukunft für uns und unsere Kinder! Und nicht irgendeine Zukunft, sondern eine freie, selbstbestimmte und selbstverständlich ‚deutsche!‘ Zukunft in der Mitte Europas, liebe Freunde, und wenn es nicht anders geht, wenn es also unabwendbar ist, dann sind wir bereit, zumindest temporär, Europa als Festung zu denken und zu leben und zwar als „uneinnehmbare Festung“! [Applaus und es erklingen nun Rufe: Höcke! Höcke! Höcke! Widerstand! Widerstand! Widerstand!]

Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
(öffnet in neuem Tab)

„uneinnehmare FEstung“

In diesem Abschnitt der Rede spricht Björn Höcke über die Bedeutung des kommenden Jahrzehnts und behauptet, dass dessen Verlauf darüber entscheiden wird, ob es eine Zukunft gibt, die als deutsch und europäisch bezeichnet werden kann. Er warnt vor der Möglichkeit, dass fremde Völkerschaften in der Zukunft deutsche Kulturdenkmäler besuchen könnten und stellt die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass eine hochstehende Kultur einfach verschwinden konnte.

Höcke betont die weltweite demografische Lage, die sich schnell entwickelnde Kommunikationstechnologie, die Mobilität und die Unzeitgleichheit der menschlichen Entwicklung als Faktoren, die zu einem Kultur- und Zivilisationsbruch führen könnten, wie ihn weder er noch seine Vorfahren je erlebt haben. Er drückt den Wunsch nach einer freien, selbstbestimmten und deutschen Zukunft in der Mitte Europas aus.

Des Weiteren deutet Höcke an, dass, falls erforderlich, Europa als eine „uneinnehmbare Festung“ betrachtet und gelebt werden sollte. Dieser Ausdruck könnte als Anspielung auf eine restriktive Einwanderungspolitik oder eine nationalistische Abschottung Europas verstanden werden. Die Reaktion des Publikums in Form von Applaus und Rufen nach Höckes Namen und „Widerstand“ zeigt Zustimmung und Unterstützung für seine Aussagen.

Zitat:

Der Staatsmann weiß und Otto von Bismarck, den ich sehr verehre, hat es oft betont „Klugheit kommt vor Mut“. Aber wir wissen auch, ohne Mut werden wir das Ruder nicht mehr herumreißen können. Denn der Multikulturalismus, der Materialismus, der Konsumismus, der Hedonismus, der Narzissmus, die Vereinzelung, kurz die Dekadenz hält Westeuropa fest im Griff. Eine tödliche Toleranz allem und jedem gegenüber hat die Selbstbehauptungskräfte – zumindest der westeuropäischen Völker – fast vollständig erlahmen lassen. Bei unseren deutschen Landsleuten wird der Befund nochmals verstärkt.

Durch die bekannte „Schuld!-Neurose“, die bereits eine psychotische Qualität annimmt – vielleicht ist der ein oder andere Psychologe und Psychotherapeut sogar heute im Raum und kann meine Diagnose bestätigen -, eine Neurose, die schon psychotische Qualität annimmt und die zu skurrilsten, historisch wahrscheinlich einzigartigen Phänomenen geführt hat, wie beispielsweise die von mir diagnostizierte „kollektive Auto-Aggressivität“.

Kollektive Auto-Aggressivität! Ich könnte das noch um eine „kollektive kulturelle Auto-Aggressivität“ erweitern. Ja, liebe Freunde, was ist es denn anderes als ein Symptom kollektiver Auto-Aggressivität, wenn es ein Volk hinnimmt, das im eigenen Land täglich Tausende seiner Kinder und Jugendlichen die Schulen als Angstraum erleben, weil sie dort von Migranten-Machos gemobbt, gequält und geschlagen werden.

Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
(öffnet in neuem Tab)

Bismarck

In diesem Redeabschnitt stellt Höcke den Wert von Klugheit und Mut heraus und bezieht sich dabei auf Otto von Bismarck. Er behauptet, dass Mut erforderlich ist, um die aktuellen Probleme anzugehen. Höcke nennt dann eine Reihe von Begriffen wie Multikulturalismus, Materialismus, Konsumismus, Hedonismus, Narzissmus und Vereinzelung, die er als dekadente Einflüsse ansieht, die Westeuropa fest im Griff haben.

Höcke behauptet, dass eine „tödliche Toleranz“ die Selbstbehauptungskräfte der westeuropäischen Völker fast vollständig erlahmt hat. Er erwähnt auch eine angebliche „Schuld!-Neurose“, die nach seiner Behauptung bereits eine psychotische Qualität angenommen hat. Höcke spricht von einer „kollektiven Auto-Aggressivität“ und erwähnt die Erfahrungen von deutschen Kindern und Jugendlichen, die angeblich in Schulen von Migranten-Machos gemobbt, gequält und geschlagen werden.

Die Verwendung von Begriffen wie „Migranten-Machos“, die angeblich deutsche Kinder und Jugendliche mobben, quälen und schlagen, impliziert eine stereotype Darstellung einer bestimmten Gruppe von Menschen und kann zu Vorurteilen und Diskriminierung führen. Diese Verallgemeinerungen bergen das Risiko, soziale Ausgrenzung zu fördern.

Die Darstellung von Multikulturalismus, Materialismus, Konsumismus, Hedonismus, Narzissmus und Vereinzelung als angebliche dekadente Einflüsse, die angeblich Westeuropa fest im Griff haben, kann zu Feindbildbildung und Ausgrenzung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen führen.

SEine solche Rhetorik kann dazu beitragen, Spaltungen zu vertiefen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gefährden.

Der Verweis auf eine vermeintliche „Schuld!-Neurose“ und die Verwendung des Begriffs „kollektive Auto-Aggressivität“ könnten als Relativierung oder Verharmlosung der historischen Verbrechen des Nationalsozialismus und des Holocaust interpretiert werden. Solche Aussagen bergen das Risiko, historische Tatsachen herunterzuspielen und die Verantwortung für die Vergangenheit zu vernachlässigen.

Was ist es anderes, als ein Symptom kollektiver Auto-Aggressivität, wenn ein Volk eine Richterin duldet, die einen orientalischen jungen Mann, der aus Angeberei einen zufällig vorbeikommenden 40-jährigen zweifachen Familienvater den Schädel einschlägt, zu Anti-Aggressionstraining und Sozialstunden verurteilt, und ihn danach laufen lässt.

Und liebe Freunde, was ist es denn anderes, als ein Symptom kollektiver und meinetwegen kultureller Auto-Aggressivität, wenn ein Volk junge Männer hervorbringt, die, wie in Köln tatsächlich passiert, weinerlich und wahrscheinlich, so stell ich mir das jedenfalls vor, so hat sich die Szene dann, nachdem ich von diesem Sachverhalt hörte, vor meinem geistigen Auge noch mal abgespielt, neben einem Zelt hocken und versuchen, mit dem Handy die Polizei zu verständigen, während drinnen der schwarzafrikanische Vergewaltiger ungestört die eigene Freundin penetrieren kann. Was ist das anderes, als kollektive Auto-Aggressivität, liebe Freunde? Und wenn es dann keine kollektive Auto-Aggressivität ist, dann ist es zumindest „kollektive Schafsköpfigkeit“.

Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI

Rassistische STereotypen

In diesem Redeabschnitt äußert sich Björn Höcke und behauptet, dass das Dulden einer Richterin, die einen „orientalischen“ jungen Mann, der angeblich einen 40-jährigen Familienvater angegriffen hat, zu einer vermeintlich zu milden Strafe verurteilt hat, ein Symptom kollektiver Auto-Aggressivität sei. Zudem erwähnt Höcke junge Männer aus Köln, die angeblich passiv bleiben, während eine Vergewaltigung stattfindet. Diese Aussagen können als generalisierend und stereotypierend interpretiert werden.

Die Verwendung des Ausdrucks „schwarzafrikanischer Vergewaltiger“ muss klar als rassistisch betrachtet werden. Es handelt sich dabei um eine Verallgemeinerung und stereotype Darstellung einer bestimmten ethnischen Gruppe. Indem eine spezifische ethno-rassische Eigenschaft hervorgehoben wird, wird eine negative Konnotation impliziert, die auf Vorurteilen und Diskriminierung beruhen kann. Solche rassistischen Darstellungen tragen zur Stigmatisierung von bestimmten Gruppen bei und fördern Stereotype und Vorurteile.

In einer gern, in einer gern und oft, oder oft und gern in dieser Zeit und durch die Lehrer der Schulen dieser Bundesrepublik Deutschland in ihrer Spätphase 2018 fehlinterpretierten Rede, führte der damalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt Bernhard von Bülow 1899 einmal aus, er wurde später auch Reichskanzler, dass sich Deutschland entscheiden müsse, die Deutschen sich entscheiden müssen, ob sie Hammer oder Amboss sein wollten. Wenn man die ganze Rede liest, dann weiß man, dass diese oft zur Emotionalisierung, zur einseitigen Interpretation einladenden Passagen, die heute in allen Schulbüchern dieser Republik steht, und mit denen unsere Kinder traktiert werden, wenn man das Redemanuskript im ganzen liest, weiß man, dass das eigentlich eine recht ausgewogene Rede war. Wenn man die damaligen Zeitzusammenhänge im Hinterkopf hat!

Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
(öffnet in neuem Tab)

Bülow 1899

In diesem Redeabschnitt spricht Björn Höcke über eine Rede von Bernhard von Bülow aus dem Jahr 1899, in der es um die Wahl zwischen dem „Hammer“ und dem „Amboss“ geht. Höcke behauptet, dass diese Rede oft fehlinterpretiert und einseitig dargestellt wird, insbesondere in Schulbüchern und im Unterricht. Er stellt die These auf, dass die ganze Rede bei einer umfassenden Betrachtung als ausgewogen angesehen werden könne, vorwiegend wenn man den historischen Kontext berücksichtige.

Unterhalb haben wir eine längere Analyse, warum sich Höcke nicht auf Bülow bezog, sondern klar auf Hitler und im weiteren Verlauf auf Goebbels.

Die Deutschen müssen sich fragen und entscheiden, wollen sie Hammer oder Amboss sein? Das war die Frage von Bernhard von Bülow 1899. Heute, liebe Freunde, lautet die Frage nicht, „Hammer oder Amboss“, heute lautet die Frage „Schaf oder Wolf“. Und ich, nein, wir entscheiden in dieser Lage: Wolf zu sein! […]

Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
(öffnet in neuem Tab)

Der vorliegende Redeabschnitt enthält deutliche Hinweise darauf, dass Höcke sich in seinen Aussagen bewusst auf Joseph Goebbels bezog. Als Geschichtslehrer ist Höcke mit großer Wahrscheinlichkeit mit den geschichtlichen Bezügen vertraut und kennt die Bedeutung solcher Verbindungen. Insbesondere der Vergleich zwischen Schaf und Wolf, den Höcke verwendet, ähnelt stark der Metapher, die Goebbels verwendete, um den Einbruch des Feindes in eine Schafherde zu beschreiben. Es lässt Raum für die Frage, ob Höcke diese historischen Bezüge bewusst herstellt und inwieweit er sich der Bedeutung dieser Verbindung bewusst ist.

Es liegt nahe, dass sowohl die Hammer- und Amboss Reden von Adolf Hitler als auch die Schaf- und Wolf-Rede von Joseph Goebbels als Inspiration für den Vergleich in Höckes Aussagen gedient haben. Die Verwendung ähnlicher metaphorischer Elemente und die ideologischen Parallelen zum Nationalsozialismus legen nahe, dass Höcke sich bewusst auf diese historischen Reden bezieht. Angesichts dieser Bezüge sollten ernsthafte Bedenken hinsichtlich einer möglichen ideologischen Nähe zu den Ansichten und Praktiken des Nationalsozialismus geäußert werden. Und dann sind wir bei einem Kernelement eines umfangreichen Verbotsverfahrens, das Kernelement der starken Ausrichtung auf die nationalsozialistische Ideologie.

Eine mögliche ideologische Nähe zum Nationalsozialismus kann ein wesentlicher Grund sein, der ein Verbotsverfahren gegen die AfD rechtfertigt. Die Frage nach einer möglichen Verfassungswidrigkeit und die Notwendigkeit einer genauen Prüfung dieser Aspekte können daher nicht ignoriert werden.

Verweise auf Hitler

Die Reden von Björn Höcke und die direkten Zitate von Adolf Hitler und Joseph Goebbels könnten als Hinweise auf eine ideologische Nähe oder zumindest eine Verharmlosung der Ideen des Nationalsozialismus interpretiert werden.

Jedoch würde ein erfolgreicher Verbotsantrag nicht allein auf solche Zitate gestützt werden können. Es müssten weitere rechtliche Kriterien erfüllt sein, wie beispielsweise die Verfolgung verfassungsfeindlicher Ziele, die Gefährdung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung oder eine tatsächliche Beeinträchtigung der Rechte und Freiheiten anderer Bürgerinnen und Bürger.

Mit der Beilegung meines PAV ist die Einheit der Partei gesichert. Es gab, es gab nur ganz ganz wenige, wie es mein Freund Andreas Kalbitz sagt, die versucht waren, am Zünder dieser Bombe zu spielen. Es gab ganz ganz wenige, und ich glaube, selbst sie sind jetzt zur Einsicht gekommen. Aber eins kann ich, glaube ich, rückblickend sagen, es ist gut, dass diese Sache jetzt abgeschlossen ist. Die Einheit steht fest. Die Einheit der Partei ist fester, als sie jemals war. Wenn es den wenigen tatsächlich gelungen wäre, diesen Zünder auszulösen, dann hätte es eine Explosion gegeben, die unsere Partei nicht zerrissen hätte, (versteht mich nicht falsch), aber an dessen Ende nicht unser Herausdrängen, und nicht mein Herausdrängen aus dieser Partei gestanden hätte. Davon bin ich überzeugt.“ […]

Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI
(öffnet in neuem Tab)

Björn Höcke betont in diesem Ausschnitt die Bedeutung der Beilegung seines Parteiausschlussverfahrens für die Einheit der Partei. Er hebt hervor, dass nur sehr wenige Menschen versucht hätten, die „Bombe“ zu zünden, und dass selbst diese Personen nun zur Einsicht gekommen seien. Höcke betont die Wichtigkeit der abgeschlossenen Angelegenheit und behauptet, dass die Einheit der Partei nun stärker sei als je zuvor.

Es wird deutlich, dass Höcke von einer potenziellen Gefahr für die Partei spricht, jedoch betont er auch, dass diese Gefahr weder zu Spaltung noch zu seinem eigenen Ausschluss aus der Partei geführt hätte. Er drückt seine feste Überzeugung aus, dass die Beilegung des Ausschlussverfahrens die Einheit der Partei gestärkt habe.

Diese Aussagen können als Versuch von Höcke interpretiert werden, seine Position in der Partei zu festigen und die Bedeutung seiner Rolle für die Einheit und Stabilität der Partei zu betonen. Es wird deutlich, dass er sich selbst als eine wichtige Figur innerhalb der Partei sieht und den Einfluss, den er auf deren Zusammenhalt ausübt, hervorhebt.

Wir brauchen die AfD auf der Straße nötiger denn je. Und das ist mir in Mödlareuth noch mal klar geworden, der ein oder andere von Euch war ja dort. Die 500 versammelten Patrioten haben dort in würdevoller und freudvoller Art und Weise den authentischen Nationalfeiertag des Volkes begangen. Und sie haben vor allen Dingen deutlich gemacht, dass die Zeit des Hinnehmens, dass die Zeit der Geduld, dass die Schafszeit ein für alle Mal vorbei ist. […]

Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI

„Schafzeit“

Die Verwendung des Begriffs „Schafszeit“ lässt Parallelen zur Metapher des Schafs und des Wolfes aus der Schaf-und-Wolf-Rede von Joseph Goebbels erkennen. In Goebbels‘ Rede wurde der Einbruch des Feindes in eine Schafherde metaphorisch beschrieben, um die feindliche Bedrohung und die Notwendigkeit eines entschlossenen Handelns zu betonen. Indem Höcke die „Schafszeit“ als beendet erklärt und auf die AfD als Notwendigkeit für das Volk verweist, könnte er implizieren, dass die AfD als eine Art Schutz gegen eine vermeintliche feindliche Bedrohung dienen soll.

Diese Verwendung der Metapher und die Betonung des endgültigen Endes der „Schafszeit“ könnten als Mittel zur Emotionalisierung und Mobilisierung der Anhänger der AfD betrachtet werden. Es wird der Eindruck erweckt, dass die Partei den Volkswillen verkörpert und dass es an der Zeit ist, energisch für die eigenen Interessen einzustehen.

Gesetzeskonform und beharrlich. Das ist die Kombination der Zukunft. Wie gesagt, die Schafszeit ist vorbei. Und liebe Freunde, wenn die vom Establishment korrumpierte Polizeiführung, und ich spreche jetzt nicht von den Beamten auf der Straße, die ja oft auf uns’rer Seite sind, und die ihren Dienst tun, wie sie’s tun müssen, und wie’s die Befehlslage ist, wenn die oft korrumpierte Polizeiführung die Durchsetzung unseres Versammlungsrechtes verschleppt oder verweigert, wird sie in Zukunft mit Strafanzeigen und Dienstaufsichtsbeschwerden eingedeckt, bis sie quietscht! BIS SIE QUIETSCHT! […]

Und wenn ich nochmal an der Spitze eines Demonstrationszuges [Pause] „spa-zie-ren gehe“, und in meinem Rücken [er ballt die rechte Faust und hebt sie neben seinen Kopf] „spa-zie-ren“ 1.000 [Pause] disziplinierte Patrioten, und wir stoßen auf eine Barrikade von übelwollenden und oft übel riechenden Gutmenschen, in der Anzahl 50, dann würde ich dem Versammlungsleiter sagen: „Gehen Sie zum Polizeieinsatzleiter und sagen Sie ihm, dass er 5 Minuten Zeit hat, diese Störung des Versammlungsrechtes zu beenden.“ [Applaus und Gejohle]

Und geben Sie dann Ihrem Versammlungsleiter, gebt Eurem Versammlungsleiter das gute Argument mit an der [sic!] Hand, auf Artikel 8 des Grundgesetzes hinzuweisen, da steht nämlich drin „Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln, dass die Versammlung „auf-ge-löst wird“ – gesetzeskonform! – und das man sich g’rade entschieden hat, in 5 Minuten 50 Meter im Rücken dieser Barrikade eine Spontandemonstration durchzuführen. Ihr werdet sehen, wie schnell diese Barrikade geräumt ist. Und so werden wir das in Zukunft machen. Ende der Durchsage! [Applaus, Gejohle und Pfeifen]. […]

Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI

Es gibt deutliche Anhaltspunkte für Parallelen zwischen dem von Höcke verwendeten Begriff „Schafszeit“ und der Schaf-Wolf-Metapher von Goebbels. Beide Ausdrücke unterstreichen eine klare Unterscheidung zwischen denjenigen, die als passiv und folgsam angesehen werden (Schafe), und denjenigen, die als entschlossen und kämpferisch erscheinen (Wölfe). Obwohl Höcke in seinem Redeausschnitt keinen direkten Bezug zu Goebbels herstellt, lassen sich aufgrund dieser Parallelen bestimmte thematische Ähnlichkeiten feststellen.

Hitler sah sich auch als „Wolf“

Adolf bedeutet der „edle Wolf“. Als Wolf sah sich auch Hitler. Als edler Wolf an der Spitze eines Volkes von Wölfen, das Schafe jagt. Höcke sieht sich ebenfalls als Wolf. Er ruft die Zeit des Wolfes aus. Seine Zeit. Als Wolf an einer Spitze von Wölfen, die die politischen Gegner zerfetzen (vgl. Rede von David Köckert am Ende). Der Hinweis auf Landolf Ladig in diesem Zusammenhang soll hier auch mit einfließen, Landolf bedeutet „Der Heimatwolf“, da Höcke ohne Zweifel, Landolf Ladig ist, sollte man gerade den Bezug zum Thema goebbelscher Schaf-Wolf Rhetorik herleiten. Björn Höcke sie sich selbst in der Nachfolge als Joseph Goebbels. Warum sonst nutzt er klar und deutlich dessen Zitate, kennt diese, und nutzt diese nahezu eins zu eins in seinen Reden?

Wir haben viele gute Gesetze in Deutschland, wie das Versammlungsgesetz. Aber diese vielen guten Gesetze werden nicht mehr angewendet. Geben wir unseren Polizisten gute Argumente, sich gegen die bunten Demokratiefeinde durchzusetzen. In dieser Zeit ist nicht Ruhe, in dieser Zeiten [sic!] ist [Pause] Mut, eine berechtigte Portion Wut und vor allen Dingen ziviler Ungehorsam, die erste Bürgerpflicht, denn wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! [Applaus und Widerstand-Rufe] […]

Wir befinden uns mitten in der von mir oft angesprochenen Schleusenzeit. Es rutscht gerade durch. … [ab nun extrem laut] Es rutscht etwas durch! Das Alte und Morsche zerfällt vor unseren Augen! Der Mantel der Geschichte weht an uns vorbei! Ergreifen wir ihn! Halten wir ihn fest! Und lassen wir ihn nicht wieder los! Bis die Zukunft unserer Heimat, bis die Zukunft unseres Volkes, bis die Zukunft unserer Nation, bis die Zukunft unseres geliebten deutschen Vaterlandes gesichert ist!”

Quelle Kyffhäusertreffen: https://youtu.be/m0vJAC0ObbI

Gegen Ende seiner Rede wird er laut und bedient sich eines Rückgriffs auf die Worte von Philipp Scheidemann, aber deutet sie um: „Der Kaiser hat abgedankt […] das Alte und Morsche, die Monarchie ist zusammengebrochen! Es lebe das Neue, es lebe die deutsche Republik!” Mit diesen Worten verkündete Philipp Scheidemann (1865-1939) während der Novemberrevolution den Zusammenbruch des Deutschen Kaiserreiches und proklamierte die Deutsche Republik. Höcke will in megalomanischer Euphorie schon mal das Ende der Demokratie verkünden.

JOSEPH PAUL GOEBBELS ÜBER DEMOKRATIE

Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir.

„Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale.
Wir kommen als Feinde!
Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir!“

  • Quelle: Was wollen wir im Reichstag?, in: Der Angriff vom 30. April 1928; Nachdruck in: Joseph Goebbels (Autor), Hans
  • Schwarz van Berk (Hrsg.): Der Angriff, Aufsätze aus der Kampfzeit, Franz Eher Nachf., München 1935, S. 71 u. S. 73

DIE HAMMER-UND-AMBOSS-REDEN DES ADOLF HITLER

Höcke selbst will sich bei seinen Reden immer auf Bülow oder Goethe beziehen, aber in der Analyse halten diese Behauptungen nicht stand. Nein, der Geschichtslehrer Höcke weis sehr wohl wen er da eigentlich zitiert hat. Weder Goethe noch von Bülow. Es ist eine Schande, dass dies Thema viel zu wenig auch von anderen Journalisten analysiert wird.

Aufgrund der Verwendung bestimmter Gedanken über Kultur, Stärke und Schwäche des Volkes, vor allem aber das Anprangern einer „Dekadenz” lassen den Schluss zu, dass die Rückgriffe Höckes bei den Hammer-und-Amboss-Reden des Adolf Hitler vorgenommen wurden, und nicht bei Bernhard von Bülow, dessen Rede in dem Kontext von Imperialismus und Kolonialismus zu sehen ist.

Die Hammer-und-Amboss-Reden des Adolf Hitler 1920

Gerade die 1920 Reden des Adolf Hitler scheinen einen gewissen Einfluss auf diverse Reden von Herren Höcke gehabt zu haben. Denn hier werden Gedanken über Kultur, Stärke und Schwäche des Volkes, vor allem aber das Anprangern einer „Dekadenz”, nicht nur in einer Ähnlichkeit dargeboten. Vielmehr hat sich Höcke scheinbar diese Reden umgeschrieben auf aktuelle Ereignisse.

Deutschland war mit seiner sozialen Gesetzgebung an 1. Stelle. Es gab dieses dem
Volke als Almosen, damit das Volk zufrieden sei. In vorsorglicher Weise sorgte das
Volk nicht nur durch Schaffung von Alters- und Invalidenversicherung, auch in
hygienischer Hinsicht. Selbst ein Franzose schreibt in seinem Werke, daß Deutschland
Frankreich weit überholte. Die Arbeiter Deutschlands gehen in besseren Kleidern aus
der Fabrik als die Spießbürger Frankreichs. Wer nicht Hammer sein will, führt Redner
weiter aus, der muß Amboß sein. Wir sind jetzt in Deutschland Amboß.
Doch [im Orig.
Durch] die Erinnerung, daß wir 41/ 2 Jahre alles leisteten, was nur eine Nation zu
leisten imstande ist, ist zu groß, um sich erniedrigen zu lassen.

Reden des Adolf Hitler 1920 – https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1963_3_4_phelps.pdf

Hitler betont, dass jeder, der nicht Hammer sein will, Amboss sein muss. Dies könnte bedeuten, dass man entweder diejenigen sein sollte, die handeln und die Kontrolle haben, oder diejenigen, die passiv sind und die Folgen akzeptieren müssen. Es wird darauf hingewiesen, dass Deutschland derzeit in der Rolle des Ambosses sei. Und es wird jedoch betont, dass die Erinnerung an die vergangenen 4 1/2 Jahre (Erster Weltkrieg), in denen Deutschland alles geleistet habe, was eine Nation tun könne, zu groß sei, um sich zu erniedrigen.

„Heute, liebe Freunde, lautet die Frage nicht mehr
Hammer oder Amboss,
heute lautet die Frage
Schaf oder Wolf.
Und ich, nein wir entscheiden in dieser Lage: Wolf zu sein.“

(Björn Höcke / Kyffhäuserrede)

Es lassen sich gewisse Parallelen zwischen dem Zitat von Höcke aus dem Jahr 2018 und einigen Aspekten der Rede Hitlers erkennen. Beide nutzen metaphorische Sprache, um eine bestimmte Haltung zu vermitteln. In Hitlers Rede wird der Vergleich zwischen Hammer und Amboss verwendet, um die Unterscheidung zwischen handelnden und passiven Rollen zu verdeutlichen. Höcke hingegen zieht den Vergleich zwischen Schaf und Wolf heran, um Schwäche und Stärke sowie Konformität und Individualität zu thematisieren.

In beiden Fällen wird eine aggressive und kämpferische Haltung zum Ausdruck gebracht. Hitler betont die Bedeutung, sich nicht zu erniedrigen und aufgrund vergangener Leistungen stolz zu sein. Höcke wiederum äußert den Wunsch, dass er und seine Anhänger als starke Wölfe agieren wollen.

Auffällige Parallelen, oder?

Nicht gegen Wien, sondern Mitleid mit Wien und der leidenden Bevölkerung, die von Lumpen und Vagabunden ins
Elend gestürzt wurde. Hitler wird nach Österreich gehen und dort aufklärend sprechen
(lebh. Beifall). Ins Parlament müssen Nat.Soz. als immerwährende Mahner und Aufklärer des Volkes. Wer im Leben der Völker nicht Hammer sein will, der muß Amboß
werden. Wir sind Amboß, darum so geschlagen, schauen wir, daß wir wieder Hammer
werden.
Helfen Sie! (langanhaltender Sturm-Beifall).

https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1963_3_4_phelps.pdf

In einer weiteren Rede von Adolf Hitler wird argumentiert, dass die Nationalsozialisten als „immerwährende Mahner und Aufklärer des Volkes“ im Parlament vertreten sein sollten. Es wird die Metapher des Hammers und des Ambosses verwendet, um die Wahl zwischen Handeln und Passivität zu verdeutlichen. Die Aussage „Wer im Leben der Völker nicht Hammer sein will, der muss Amboss werden“ drückt aus, dass diejenigen, die nicht aktiv handeln wollen, die Konsequenzen ihres Handelns akzeptieren müssen.

Die Verwendung dieser Metapher impliziert, dass die Nationalsozialisten sich als Handelnde sehen, die den Willen und die Macht haben, das Volk zu formen und zu führen. Der Appell, wieder zum „Hammer“ zu werden, drückt den Wunsch nach Stärke und Durchsetzungsfähigkeit aus, um die eigenen Ziele zu erreichen.

Die Verbindung zwischen Hammer und Amboss wird verwendet, um eine aggressive und dominante Haltung zu betonen und die Vorstellung zu vermitteln, dass die Nationalsozialisten diejenigen sind, die die Macht haben, zu formen und zu bestimmen.

Die Hammer-und-Amboss-Rede des Adolf Hitler am 31. Oktober 1926 in Berchtesgaden

Hitler sprach kurz über „Kultur und Weltanschauung, Persönlichkeits- und Führerprinzip“.

„Entweder wir sind Hammer oder Amboss, entweder siegt der halt- und kulturlose Bolschewismus oder es siegt der heldische Geist des Ariertums. Entweder hinauf auf die Höhen einer Gesundung, Kultur und Fortschritt oder hinunter ins Verderben, zurück zum Zerfall der menschlichen Kultur, die der Jude mit seinem Geist erbarmungslos zerstört.“

Die Hammer-und-Amboss-Rede des Adolf Hitler am 3. Juli 1927 in Freilassing

Rede des Adolf Hitler 1927:

Überall im Leben ist die Einzelperson das Schöpferische. Würden wir alles von der Welt nehmen, was wir Einzelpersonen verdanken, alle Kunstwerke, Dichtungen, Tondichtungen, Erfindungen, verschwände unsere Kultur, obwohl die Mehrheit der Menschen nach wie vor vorhanden ist. Zeitalter der Entpersönlichung, des Herrschens des Majoritätsprinzips, also der Demokratie, sind Zeitalter des Niederganges.

Der Kampf ist der Vater aller Dinge, im Kampf erfolgt die Auslese des Besten, ohne Kampf erstickt die Welt im Überwuchern des Mittelmäßigen und Schlechten. Imperialismus ist der Kampf um das Dasein der Nation, um das Bestehen jedes Einzelnen derselben, zur Ermöglichung der Ernährung und der Vermehrung. Wer den Kampf ablehnt, lehnt seine Zukunft ab. Er ist nicht mehr Hammer, sondern Amboss. Wer weder Amboss noch Hammer sein will und glaubt, dazwischen stehen zu können, wird zwischen Hammer und Amboss zermalmt. Die heute herrschende Weltanschauung, deren Sturmtrupp nur der Marxismus ist, ist entgegengesetzt der Weltanschauung der natürlichen Kräfte der Entwicklung.

Letztere Weltanschauung vertritt die NSDAP im Gegensatz zu allen anderen politischen Richtungen der Nation. Wenn gesagt würde, die NSDAP solle sich verbinden mit ihr ähnlichen Richtungen, so ist zu erwidern, dass es diese eben nicht gibt! Einsichtsvolle Einzelmenschen, die die Schäden der Zeit und die verhängnisvolle politische Entwicklung erkannten, waren in den Friedens- und Kriegsjahren vor 1918 genug vorhanden, aber sie erschöpften sich in negativer Kritik, ohne eine schlagfertige Organisation zu schaffen, die befähigt gewesen wäre, eine Wandlung in positiver Richtung herbeizuführen.

Der Gedanke des Schuldkomplexes oder Schuldkultes findet sich bei Höcke als „Schuldneurose” (gemeint ist die Erinnerungskultur an den Holocaust) ebenso wie bei Adolf Hitler (gemeint sind die Reparationszahlungen aus den Versailler Verträgen), als er 1929 in die „Geistige Vorbereitung des zukünftigen nationalsozialistischen Staatsaufbaues” schrieb:

Die Menschen, die uns vorwerfen, dass wir unser Volk wieder zum Hammer machen wollen, vergessen ganz, dass sie das Volk zum ewigen Amboss stempeln möchten.

Die Hammer-und-Amboss Rede des Bernhard von Bülow 1899

Bernhard von Bülow (1849-1929), deutscher Reichskanzler von 1900 bis 1909, erläutert in dieser Rede vor dem Reichstag, in der er die 2. Flottenvorlage ankündigt, seine Auffassung von expansionistischer deutscher Außenpolitik. Mit seinem sprachlichen Bild von Hammer und Amboss traf er dabei die Wahrnehmung vieler Deutscher, die Deutschlands koloniale Expansion als Schutzschild gegen andere Mächte für notwendig hielten.

[…] In unserm neunzehnten Jahrhundert hat England sein Kolonialreich, das größte, das die Welt seit den Tagen der Römer gesehen hat, weiter und immer weiter ausgedehnt, haben die Franzosen in Nordafrika und Ostafrika festen Fuß gefasst und sich in Hinterindien ein neues Reich geschaffen, hat Russland in Asien seinen gewaltigen Siegeslauf begonnen, der es bis zum Hochplateau des Pamir und an die Küsten des Stillen Ozeans geführt hat. Vor vier Jahren hat der chinesisch-japanische Krieg, vor kaum anderthalb Jahren der spanisch-amerikanische Krieg die Dinge weiter ins Rollen gebracht, große, tiefeinschneidende, weitreichende Entscheidungen herbeigeführt, alte Reiche erschüttert, neue und ernste Fermente der Gärung in die Entwicklung getragen. […]

Der englische Premierminister hatte schon vor längerer Zeit gesagt, dass die starken Staaten immer stärker und die schwachen immer schwächer werden würden. […] Wir wollen keiner fremden Macht zu nahe treten, wir wollen uns aber auch von keiner fremden Macht auf die Füße treten lassen (Bravo!) und wir wollen uns von keiner fremden Macht beiseite schieben lassen, weder in politischer noch in wirtschaftlicher Beziehung. (Lebhafter Beifall.) Es ist Zeit, es ist hohe Zeit, dass wir […] uns klar werden über die Haltung, welche wir einzunehmen haben gegenüber den Vorgängen, die sich um uns herum abspielen und vorbereiten und welche die Keime in sich tragen für die künftige Gestaltung der Machtverhältnisse für vielleicht unabsehbare Zeit.

Untätig beiseite stehen, wie wir das früher oft getan haben, entweder aus angeborener Bescheidenheit (Heiterkeit) oder weil wir ganz absorbiert waren durch unsere inneren Zwistigkeiten oder aus Doktrinarismus – träumend beiseite stehen, während andere Leute sich in den Kuchen teilen, das können wir nicht und wollen wir nicht. (Beifall.) Wir können das nicht aus dem einfachen Grunde, weil wir jetzt Interessen haben, in allen Weltteilen. […] Die rapide Zunahme unserer Bevölkerung, der beispiellose Aufschwung unserer Industrie, die Tüchtigkeit unserer Kaufleute, kurz, die gewaltige Vitalität des deutschen Volkes haben uns in die Weltwirtschaft verflochten und in die Weltpolitik hineingezogen. Wenn die Engländer von einem Greater Britain reden, wenn die Franzosen sprechen von einer Nouvelle France, wenn die Russen sich Asien erschließen, haben auch wir Anspruch auf ein größeres Deutschland (Bravo! rechts, Heiterkeit links), nicht im Sinne der Eroberung, wohl aber im Sinne der friedlichen Ausdehnung unseres Handels und seiner Stützpunkte. […] Wir können nicht dulden und wollen nicht dulden, dass man zur Tagesordnung übergeht über das deutsche Volk. […]

Es ist viel Neid gegen uns in der Welt vorhanden (Zuruf links), politischer Neid und wirtschaftlicher Neid. Es gibt Individuen, und es gibt Interessengruppen, und es gibt Strömungen, und es gibt vielleicht auch Völker, die finden, dass der Deutsche bequemer war und dass der Deutsche für seine Nachbarn angenehmer war in jenen früheren Tagen, wo trotz unserer Bildung und trotz unserer Kultur die Fremden in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht auf uns herabsahen, wie hochnäsige Kavaliere auf den bescheidenen Hauslehrer. (Sehr richtig! – Heiterkeit.)

Diese Zeiten politischer Ohnmacht und wirtschaftlicher und politischer Demut sollen nicht wiederkehren. (Lebhaftes Bravo.) Wir wollen nicht wieder, um mit Friedrich List zu sprechen, die Knechte der Menschheit werden. Wir werden uns aber nur dann auf der Höhe erhalten, wenn wir einsehen, dass es für uns ohne Macht, ohne ein starkes Heer und eine starke Flotte keine Wohlfahrt gibt. (Sehr richtig! rechts. Widerspruch links.)

Das Mittel, meine Herren, in dieser Welt den Kampf ums Dasein durchzufechten ohne starke Rüstung zu Lande und zu Wasser, ist für ein Volk von bald 60 Millionen, das die Mitte von Europa bewohnt und gleichzeitig seine wirtschaftlichen Fühlhörner ausstreckt nach allen Seiten, noch nicht gefunden worden. (Sehr wahr! rechts.) In dem kommenden Jahrhundert wird das deutsche Volk Hammer oder Amboss sein.

Quelle: Buchners Kolleg Geschichte, Das Kaiserreich 1871 bis 1918. Bamberg: C.C. Buchners Verlag, 1987, S. 137 ff.

JOHANN WOLFGANG GOETHES GEDICHT „EIN ANDERES” VON 1792

Dessen zweiter Teil lautet:

Du musst steigen oder sinken,
Du musst herrschen und gewinnen,
Oder dienen und verlieren.
Leiden oder triumphieren,
Amboss oder Hammer sein.

Rede des David Köckert am 9. September 2018 in Köthen

YouTube player

Rede im Ausschnitt:

Totschlag, Vergewaltigung – Und diese asoziale antideutsche Schweinepresse schweigt, weil es ein feiger Hühnerhaufen ist. [Gejohle, Lügenpresse-Rufe] Liebe Freunde, ich muss erzählen, was in Chemnitz vorgefallen ist, als es angeblich die vielen Hitlergrüße gab. Als auf einmal linksgerichtete, mit RAF-Tattoos, auf einmal den Gruß gezeigt haben. Dieses Lumpenpack ist nicht besser als damals zu DDR-Zeiten. Die sind 1.000 Mal… [unverständlich] [Gejohle und Geklatsche]. Und natürlich werden sie heute wieder berichten: Ja, da waren die krassen, die bösen, die Neonazis auf der Straße, die Hetzer. Nein, es sind keine Hetzer und es sind auch keine Neonazis, es sind Familienväter und Mütter, die auf die Straße gehen… [unverständlich] [Gejohle und Geklatsche].

[An die Polizei gerichtet] Jeder der in blau gehaltenen,charakterlosen Söldner, die hier stehen, ihr müsstet Eure Helme wegschmeißen, ihr müsstet hier mit dem Volk stehen und Widerstand leisten. [Gejohle und Geklatsche]. Dieser Staat, der sich Rechtsstaat nennt, ist kein Rechtsstaat mehr, das ist ein Vasall und nichts weiter. Und diesen Marionetten in der Regierung, da ist es scheißegal, ob Landtag, Kreistag, Gemeinderat, das sind die Verbrecher, denen gehört die Tür eingetreten. [Gejohle und Geklatsche.] Ich meine das mit dem Tür eintreten natürlich verbal.

[In etwa: Natürlich sagen die Politiker wieder:] Dann lass sie doch laufen. Denen geben wir wieder ein Ventil, wie in Chemnitz. Lass sie doch mit 10.000 laufen, mit 15, mit 20, mit 30.000. Wie bei Pegida. Denn es ist ja wie ein Teekessel, es funktioniert ja nach demselben Schema. Die Hornochsen laufen im Kreis, schreien „Wir sind das Volk”, blöken ein bisschen rum und das war es. Das Einzige, was diese Scheiß -Piep- Kunden verstehen, ist, wenn man sie zu Hause stellt, wenn man vor ihren Türen auf sie wartet. Wenn sie genau das wiederbekommen, was sie uns zumuten. Und zwar Auge um Auge, Zahn um Zahn.
 [Gejohle und Geklatsche.]

Dann höre ich schon wieder, ja, die haben gehetzt und das ist wieder ein ewig Gestriger. Blablabla. Man kann diesen Irrsinn ja gar nicht mehr hören. Man kann es einfach nicht mehr hören. Und die hoffen ja wieder, gut, jetzt hat sich das abgekühlt etwas in Chemnitz, die Zahlen gehen wieder nach unten, wir halten das schon irgendwie aus. Nein, liebe Freunde, es bringt uns nichts weiter, wenn wir zu Hunderttausenden selbst auf die Straße gingen, würde diese bucklige Brotspinne (?) es aussitzen. Sie würde drüber lachen und sagen: Lass sie doch laufen, lass sie doch laufen. Irgendwann haben wir Weihnachten und die Leute sind wieder abgelenkt. Ich sage Euch eins, der 9. November ist ein Schicksalstag für das deutsche Volk und der soll auch wieder zum Schicksalstag werden und diese Verbrecher… [unverständlich] [Gejohle und Geklatsche].

Liebe Freunde: Viel schlimmer ist, dass wir uns alles gefallen lassen. Wir lassen uns alles gefallen. Wir lassen uns einpferchen, wir lassen uns niederbrüllen, wir lassen uns in irgendwelche Schubladen stecken. Alles wird mit uns gemacht. Weil wir ein friedliches Volk sind. Ein Volk, das mit anderen Völkern gerne zusammen leben möchte. Aber – und das ist ein großes Aber: Wir müssen endlich erwachen und sagen: Die wollen nicht friedlich mit uns leben. Also: Auge um Auge, Zahn um Zahn. [unverständlich] [Gejohle und Geklatsche]

Und wenn diese Goldstücke aus Übersee von diesen charakterlosen Marionetten eingeladen wurden, dann sollen doch diese charakterlosen Marionetten diese Goldstücke auch aufnehmen. Ich glaube nicht, dass eine von diesen Mistmaden – und so will ich sie nennen – nicht eine von diesen Mistmaden hat die Courage, einen von diesen Goldstücken aufzunehmen, weil sie feige sind. [Gejohle und Geklatsche]

Aber dem deutschen Volk kann man es aufbürden. In nicht einmal fünf Jahren haben wir mittlerweile Zustände, wofür der Westen 30, 40, 50 Jahre gebraucht hat. 70. Was in den nächsten fünf-sechs Jahren hier passieren wird. Und zwar die Generation, die von diesen Raketenwissenschaftlern hier hergekommen sind, die vermehren sich natürlich reichhaltig, das ist ja denen ihre Aufgabe. Und was passiert? Es entstehen neue Generationen, Generation für Generation. Und ich möchte jedem eine kleine Rechenaufgabe mitgeben. Weil viele ja denken: Das sind ja nur Minderheiten. Nein. Wir haben mittlerweile acht Milliarden Menschen auf der Erde. Acht Milliarden. Das sind ergo 8.000 Millionen. Ihr könnt mal ausrechnen oder schätzt doch mal, wie viele davon noch weiß sind. Das kann ich Euch sagen: Zwischen 300 und 400 Millionen. Wir sind mittlerweile eine Minderheit. Aber eine Minderheit, die eine Faust hat und sich wehren wird. [Gejohle und Geklatsche.]

Ich habe selber viele Kinder. Und wenn ich das in meiner Heimatstadt in Thüringen sehe: Das Volk ist einfach charakterlos, mutlos und hat sich aufgegeben. Weil man immer wieder dieselbe Frage und dieselbe Antwort bekommt: Ja, was sollen wir denn machen? Liebe Freunde: In nichtmal 24 Stunden haben sich hier zigtausende Menschen und zwar, um diesem Menschen das letzte Geleit zu geben. Warum haben wir nicht den Mut und die Kraft, uns nach Berlin zu bewegen und sie zum Teufel zu jagen? [Gejohle und Geklatsche.]

Es wird der Tag kommen, da werden uns eines Tages unsere Kinder mit weinerlichen Augen anschauen und sagen: Vater, Mutter, was hast Du in den Jahren dieser Invasion getan? Saßt Du zu Hause? Hast Fernsehen geglotzt? Warst zu feige? Bist raus gegangen? Hast Dir schön auf die Fresse hauen lassen? Oder willst Du sagen: Mein Kind, ich war einer von den Zehntausenden, die auf die Straße gegangen sind und habe für Deine Zukunft gekämpft… [unverständlich] [Gejohle und Geklatsche].

Liebe Freunde, das ist ein offenes Mikrofon. Wie gesagt: Jeder, der will, kann seiner Wut auch einfach mal freien Lauf lassen. Der kann was dazu sagen. Denn das, was hier abläuft, was hier geschehen ist, und zwar ist das das Abschlachten des deutschen Volkes. Wie viele Straftaten erfahren wir mittlerweile gar nicht mehr? Und mittlerweile ist es ja so: Eine Vergewaltigung oder eine schwere Körperverletzung – das interessiert ja schon gar keinen mehr. Und zwar aus dem einfachen Grund: Die Presse schweigt und sagt dann irgendwo, es gab da eine Auseinandersetzung zwischen ein paar Jugendlichen. Liebe Freunde, weil die genau wissen, was hier abläuft. Denen geht der Arsch auf Grundeis. Ich kann Euch sagen: 89 war ein Possenspiel dagegen. Wenn wir noch einmal die Macht bekommen, dann werden diese Flitzpiepen sich im dunklen Kellerverließ wiederfinden… [Gejohle und Geklatsche / Satzende unverständlich].

Widerstand! Widerstand! Widerstand!

Ich kann nur jedem empfehlen: Wenn Ihr morgen auf Arbeit geht, wenn Ihr morgen in die Schule geht, wenn Ihr [unverständlich] bei Verwandten seid, Eltern, dann tragt diesen Punkt mit, dann erzählt ihnen, was eigentlich hier in Ostdeutschland oder hier in diesen ganzen Gemeinden eigentlich los ist. Und zwar ist es Krieg und das kann man wirklich so sagen. Ein Rassenkrieg gegen das deutsche Volk, was hier passiert und dagegen müssen wir uns wehren. [Gejohle und Geklatsche.] Wollt Ihr weiterhin die Schafe bleiben, die blöken, oder wollt Ihr zu Wölfen werden und sie zerfetzen? Danke schön! [Gejohle und Geklatsche.]