Greta Thunberg erklärt, wie ihre Hater unabsichtlich zeigen, dass sie Recht hat

| Social Media | 6. Dezember 2019

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“We’re winning”

Wieder zurück in Europa postete Greta Thunberg diesen Beitrag auf ihrem Instagram-Account:

 

“The endless conspiracy theories and denial of facts.
The lies, the hate and the bullying of children who communicate and act on the science.
All because some adults – terrified of change – so desperately don’t want to talk about the #ClimateCrisis
This is hope in disguise.
We’re winning.”

Darin versteckt sich eine einfache, jedoch bemerkenswerte Erkenntnis:



Keine Argumente, nur Hass und Lügen

  1. Greta-Hater verbreiten unglaublich viele Lügen über sie oder Fridays For Future allgemein. Auf Volksverpetzer haben wir unzählige bereits widerlegen müssen. Sie wäre “ohne Drehbuch erwischt” worden (Fake), ihre Mutter sei Alkoholikerin (Fake), hätte ein Foto mit George Soros gemacht (Fake), hinter ihr stecke eine “systematische PR-Kampagne” (Fake), ihre Reise verursache extra Flüge (Fake), sie sei mit einem “Rothschild-Boot” unterwegs gewesen (Fake), sie würde “ein Jahr die Schule schwänzen” (Fake) und viele mehr:

Gerüchte & Unterstellungen: 6 Fake News über Greta Thunberg

2. Gepaart werden diese ganzen Lügen, Fakes und Falschdarstellungen mit einer unglaublichen Herablassung und Respektlosigkeit. Da wird sich über demonstrierende Schüler*innen lustig gemacht, ein Dieter Nuhr kann eine Pointe darüber machen, dass er seiner Tochter die Heizung abdrehen würde, sollte sie für das Klima streiken (Mehr dazu). Da werden offene Briefe an Greta viral, die voller Missverständnisse, falscher Klischees und Unsinn sind, einfach nur, weil Leute meinen, gegen eine junge Frau poltern zu müssen, die sich für ihre Zukunft einsetzt.

Voller Klischees: Abrechnung mit diesem offenen Brief an Greta Thunberg

Das soll dazu dienen, die Bewegung einzuschüchtern und klein zu halten

Wenn es irgendein besseres Argument gegen Greta Thunberg und Klima-Aktivismus gäbe als “Sie soll wieder zur Schule zurück gehen höhö” hätten wir es schon längst gehört. Das ist doch kein Diskurs, das ist diskursives Mobbing. Es dient einfach nur dazu, Greta Thunberg und alle Demonstrierenden einzuschüchtern. Es soll Macht demonstrieren, sie soll sagen: Ihr seid schwach und machtlos, wir haben das Sagen. Und deshalb sollt ihr Schweigen und keine Forderungen mehr stellen.

Wie Greta es sagt: Sie sind verzweifelt. Sie sind verzweifelt, weil sie nicht über die Realität der Klimakrise sprechen wollen. Weil sie es nicht wahr haben wollen, dass sie jahrzehntelang verschlafen haben zu handeln. Und jetzt in einer Welt leben, in der z.B. Diesel 70 Cent pro Liter teurer sein müsste, wenn man noch eine sinnvolle Klimapolitik umsetzen möchte, die einen unaufhaltsame Klimaerwärmung verhindern könnte, wie das Umweltbundesamt errechnet hatte (Quelle).

Es ist ihre Schuld. Es ist ihre Schuld, dass sie schon vor langer Zeit effektive Maßnahmen versäumt haben. Und Greta Thunberg und Fridays For Future erinnern sie an ihr Versagen. Und diese irrationalen Handlungen zeigen im Gegenteil: Sie haben keine echten Argumente, sie haben nur leere Sprüche. Die Wissenschaft und die Fakten sind zu 100% auf der Seite von Greta Thunberg. Das stärkste Argument gegen jede*n Greta-Gegner*in ist also: “Dass du nicht auf wissenschaftliche Fakten zurückgreifen kannst, sondern nur auf Hass, Lügen und Verachtung, zeigt, dass wir Recht haben.” Wir gewinnen.

Zum Thema

Mir reicht’s! Eine Abrechnung mit den Greta-Hassern

Artikelbild: Greta Thunberg, Instagram

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